In knapp jedem vierten Haushalt wohnt ein Hund. Damit ist er nach der Katze das beliebteste Haustier in Europa.

Hat man sich erstmal entschieden, einen Vierbeiner anzuschaffen, hat man die Wahl aus rund 400 anerkannten Hunderassen. Dazu gesellt sich eine große Anzahl an Mischlingen. Die Liste der beliebtesten Rassen wird schon seit vielen Jahren vom Deutschen Schäferhund angeführt, gefolgt vom Dackel und dem Deutsch Drahthaar. Großer Beliebtheit erfreuen sich zudem seit langem Golden Retriever, Labrador Retriever und seit einigen Jahren besonders Rhodesian Ridgebacks und Möpse. Zudem kann das Phänomen beobachtet werden, dass Hunderassen boomen, wenn ein Tier durch Film und Fernsehen berühmt wird.

In den 1990er Jahren stieg aufgrund der Beethoven-Filme beispielsweise die Nachfrage nach Bernhardinern. Aktuell sind es – dank des Hundes der Obamas im Weißen Haus – Portugiesische Wasserhunde.  Auch wenn bestimmte Rassen gerade in Mode sind, sollte das keine Entscheidungshilfe bei der Wahl des Hundes sein. Faktoren wie Charaktereigenschaften, Temperament, monatliche Unterhaltskosten und auch Größe spielen eine viel wichtigere Rolle als das Aussehen.

Erst wenn alle Faktoren einbezogen wurden, sollte man sich entscheiden. Das neue Familienmitglied soll schließlich für viele Jahre ein treuer Begleiter werden und nicht schon nach kurzer Zeit wieder im Tierheim landen.

Daher berate ich Sie gerne, bevor Sie sich für einen Mischling oder eine bestimmte Rasse entscheiden, fahre auch mit Ihnen zum Züchter oder ins Tierheim.

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